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Letzte Gedanken zu Guttenberg

Obwohl mittlerweile die Texte zum Thema Telefonbücher füllen könnten, bleiben die Kommentare an der Oberfläche. Der Guttenberg-Plagiats-Skandal zeigt viel mehr als nur, wie man seine Doktorarbeit nicht schreiben sollte.

1. Die vierte Gewalt

hat sich neu geordnet. Dabei spielt z.B. der „Spiegel“ keine wichtige Rolle mehr. Hier wird nichts mehr aufgedeckt, nur noch kommentiert. Die nachgewachsenen Schreiberlein sehen sich als staatstragend und als Garanten für die Ordnung im Lande. Neo Con Jan Fleischhauer („Unter Linken“) ist glücklich, seinen USP gefunden zu haben (eine Strategie, die er und seine Kollegen jedem selbstausbeutenden Kreativen, Journalisten, etc. predigen).

Dass er dann bei Anne Will so leicht von Oskar Lafontaine angezählt werden kann, als der ihm darstellt, dass der Spiegel genossenschaftliche Eigentumsverhältnisse hat, zeigt, dass
a. die Redakteure heute entweder „einfacher gestrickt“ sind oder von Hause aus nur noch sehr selektiv wahrnehmen und
b. sie sich eher als Oligopol (oder Redaktionskartell) sehen, dass die Wahrheit gepachtet hat ohne ein Rest Reflektionsvermögen.


2. Das Boulevard

entscheidet diese Runde klar für sich. Bei „Hart aber Fair“ (23.2.2011) war der Abgesandte der BILD-Zeitung am aufgeräumtesten. Natürlich hat er Unrecht, natürlich war das höchst parteiisch, natürlich liegt dahinter – auch – ein politisches Kalkül. Aber er war eben auch klar und wirkte überzeugend. SPD-Mann Thomas
Oppermann hingegen war offensichtlich immer schon ein Streber – und damit für die meisten Zuschauer nicht ernst zu nehmen. Hans
Leyendecker schöpfte aus der größten Erfahrung und konnte reflektieren, war aber noch „leidenschaftlich“ – etwas das zunehmend nicht ankommt. (zumindest, wenn Du das Boulevard nicht auf Deiner Seite hasst -> Gegenbeispiel Till Schweiger bei Marcus Lanz; war natürlich billig und abgeschmackt - aber alles andere hätte überrascht.).

Und über den CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, der als selbsternannter „Altlateiner“ mit Bildung glänzen wollte, die er nicht hat – der gesuchte Begriff war griechisch - wollen wir lieber schweigen. Wahrscheinlich war das eh’ nur Oliver Kalkofe „in Disguise“.

Nein, Nikolaus
Blome war Gewinner des Abends. Der Leiter des Hauptstadtbüros punktete nicht nur mit seiner Übersetzung von „nattering nabobs of negativism“ zu „Nörgler, Neider und Niederschreiber“ (interessanterweise ist dieser Ausspruch im Original gegen die – wahrscheinlich ebenso ehrlosen - Vietnamkriegsgegner gezückt worden). Zusammen mit seinen Kollegen hat er einem Großteil der Wahl-/Mail-/Faxbererechtigten erfolgreich einimpfen können, dass es nur ein, zwei vergessene Fußnoten waren, die die Opposition (welche?) nun ausnutzen möchte. (Guckst Du z.B. hier: http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2011/20110223.php5?seite=1)


3. Die Intellektuellen

Wie gesagt, das Ergebnis ist eindeutig: Der Abstieg droht. Das nächste Derby kommt erst in zwei – wahrscheinlich eher sechs - Jahren vor der entsprechenden Bundestagswahl. Mal sehen, ob der „Kopfgesteuerten (© by Bundeswehr) E.V.“ dann wieder in der ersten Liga spielt und überhaupt im TV übertragen wird. Also bleiben die „Schlauen“ eben unter sich und lesen Buch: dass unter ihnen ausgerechnet Heftchen mit dem Titel „Empört Euch“ anscheinend so beliebt ist, zeigt auch, wie weit diese Sekte ist.)

Ja, das ist sicher auch Ergebnis der Nazizeit und dort systematischen Vertreibung und Vernichtung von – zum Großteil jüdischen und linken – Intellektuellen. Aber mittlerweile sind die nachgewachsenen Vertreter mit dem eigentlich größten Potential nur noch überflüssig – zumindest so, wie sie sich gegenwärtig verhalten. Die oberen Zehntausend können sich mittlerweile ganz gut selbst amüsieren, die unteren Millionen sehen die Gebildeten nur noch als Schmarotzer, die sich an der Bedeutung von Doktortiteln festhalten und Respekt erwarten, den sie Weniger-Vom-Leben-Verwöhnten nicht entgegenbringen.

Nee, nee wer „schlau sein“ mit schwadronieren übersetzt, kommt damit nur in besser gestellten Kreisen durch – wenn er dazu gehört. Also da, wo Fleischhauer unbedingt bleiben will. Wenn man aber Geld verdienen muss, dann sollte man komplexe Gedanken auch verständlich „rüber bringen“ können, pointiert, dramaturgisch aufgebaut und nachvollziehbar – mit möglichst wenigen Fremdwörtern.

Also: Überhaupt nichts Neues an der Westfront. Die Gebildeten haben sich selbst an die Leine gelegt und wundern sich jetzt, dass sie vor der Reise in neue Zeiten und Länder (mit und ohne Bundeswehr) auf dem Rastplatz damit festgebunden und zurückgelassen werden.

4. Der Ex-Doktor

Letzte Frage: Welche Rolle spielt die Person Guttenberg dabei? Er ist einer der selbstgerechten „Adligen“ (die es bei uns seit 1910 gar nicht mehr gibt), die sich weiterhin für etwas Besseres halten als den Rest der Strasse, des Volkes und des Parlamentes. Sein Hofblatt gibt es jeden Tag bundesweit am Kiosk. Und die Zielrichtung scheint klar: In 5 oder 10 Jahren ist der Mann Kanzler – die Abschluss-Äußerung Blohmes im TV war deutlich. Und dann wird das größte Kampfblatt der westlichen Hemisphäre dem Chef schon sagen, wo’s langgeht, sonst drucken sie den Namen des „wissenschaftlichen Sekretärs“ von Karl-Theodor sowie weitere entsprechende unvorteilhafte Veröffentlichungen, die die Redaktion sicher jetzt schon auf Halde vorproduziert.

Aber wenn er richtig mitspielt, dann gibt’s vielleicht am Ende wieder die Monarchie und die Deutschen können dann vielleicht mal über eine wirkliche Revolution nachdenken. Vielleicht klappt’s ja diesmal. Als Vorbereitung darauf lese ich
Dietmar Dath.
28.2.11 18:02
 
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